Institut für Versorgungsforschung und Gesundheitsökonomie

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Evaluation von klinischer und Kosteneffektivität von Prävention und Versorgung. Besondere Berücksichtigung von Alltagsversorgung und Patientenperspektive

Das Institut für Versorgungsforschung und Gesundheitsökonomie untersucht den Bedarf an und die Inanspruchnahme von Versorgungsangeboten, Versorgungsstrukturen und Prozesse sowie deren klinische und Kosten-Effektivität, insbesondere unter Alltagsbedingungen und unter Berücksichtigung von Patientenbedürfnissen und -präferenzen.

Damit trägt es zur Entwicklung, Evaluation und Implementierung zielgerichteter effizienter Interventionen entsprechend den gültigen internationalen Standards bei.

Das IVG gestaltet in Kooperationen mit den anderen Instituten des DDZ, insbesondere mit dem Institut für Klinische Diabetologie, das Forschungsprogramm „Patientenzentrierte Forschung und gesundheitsökonomische Evaluation im Bereich Diabetes mellitus“.

Die Arbeitsgruppen des IVG sind eng miteinander verzahnt. Eine intensive Verbindung besteht zum Institut für Versorgungsforschung und Gesundheitsökonomie im Centre for Health and Society der Medizinischen Fakultät der Heinrich Heine Universität.

Das IVG setzt sich zudem für eine stärkere PatientInnen- und BürgerInnenbeteiligung in der Forschung ein. Das IVG sucht kontinuierlich nach Interessierten, die als Co-Forschende gemeinsam mit WissenschaftlerInnen in Forschungsprojekten zusammenarbeiten. In diesem Kontext wurde auch ein BürgerInnenbeirat gegründet.

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Institutsleitung

Team

Ausgewählte Publikationen

Projektförderungen

  • Bundesministerium für Gesundheit (BMG)
  • Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • Europäische Union (EU)
  • Gemeinsamer Bundesausschuss, Innovationsausschuss (Innovationsfonds)
  • Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi)

Lehrtätigkeiten

Lehre im Rahmen des Medizinstudiums:

Das IVG vertritt im Modellstudiengang der Heinrich-Heine-Universität den Querschnittsbereich Gesundheitssystem, öffentliche Gesundheitspflege und Gesundheitsökonomie. Es ist damit in folgenden Blöcken vertreten:

  • *Medizin, Mensch und Gesellschaft (1. Studienjahr)
  • *Klinisches Denken und Handeln in Diagnostik und Therapie (3. Studienjahr)
  • *Bewegungsapparat (4. Studienjahr)
  • *Mensch und Umwelt (5. Studienjahr)

Forschungsseminar: Versorgungsforschung Doktorandenkolloquium

Lehre in Kooperation mit der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät

  • Verschiedene fakultätsübergreifende kooperative Lehrangebote im Public Health Studiengang und im Bachelorstudiengang VWL

Lehre im Public Health Weiterbildungsstudiengang

  • Public Health Einführung: Ideen, Geschichte, Methoden
  • Einführung in die gesundheitsökonomische Evaluation und Bewertung von Gesundheitstechnologien
  • Einführung in die Gesundheitssystem- und Versorgungsforschung
  • Gesundheitsökonomische Evaluation
  • Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten
  • Forschungskolloquium: Aktuelle Public Health-Forschung
  • Masterkolloquium

Doktorandenkolleg

https://www.uniklinik-duesseldorf.de/patienten-besucher/klinikeninstitutezentren/centre-for-health-and-society/doktorandenkolleg

Instrumente

In der Gruppe werden Instrumente für patientenrelevante Parameter entwickelt (in deutscher und englischer Sprache).

Fragebogen zum diabetesbezogenen Zeitaufwand von Patienten (deutsch)
Questionnaire_Health and health care use (english)

Fragebogen zur Inanspruchnahme medizinischer Versorgung (deutsch)
Questionnaire Medication (english)

Fragebogen zu Informationsbedürfnissen von Patienten mit Diabetes (deutsch)
Questionnaire_Health and health care use (english)

Publikationen zur Entwicklung, Testung und/oder Anwendung der Instrumente:

  • Chernyak N, Jülich F, Kasperidus J, Stephan A, Begun A, Kaltheuner M, Icks A. Time cost of diabetes: Development of a questionnaire to assess time spent on diabetes self-care. Journal of Diabetes and it‘s Complications 2017; 31(1):260-266.
  • Chernyak N, Ernsting C, Icks A. Pre-test of questions on health-related resource use and expenditure, using behaviour coding and cognitive interviewing techniques. BMC Health Serv. Res. 2012, 12(1),303.
  • Hoffmann J, Haastert B, Brüne M, Kaltheuner M, Begun A, Chernyak N, Icks A. How do patients with diabetes report their comorbidity? Comparison with administrative data. Clinical Epidemiology 2017; 10: 499-509.
  • Icks A, Dittrich A, Brüne M, Kuss O, Hoyer A, Haastert B, Begun A, Andrich S, Hoffmann J, Kaltheuner M, Chernyak C. Agreement found between self-reported and health insurance data on physician visits comparing different recall lengths. Journal of Clinical Epidemiology 2016 (Epub ahead of print).
  • Chernyak N, Stephan A, Bächle C, Genz J, Jülich F, Icks A. Assessment of information needs in diabetes: Development and evaluation of a questionnaire. Prim Care Diabetes 2016; 10(4):287-92

Ausgewählte Aktivitäten

Das IVG ist national und international in Arbeitsgruppen, Veranstaltungen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses etc. aktiv.

Mt Hood Meeting

The Mount Hood Diabetes Challenge Network is dedicated to promote an exchange of ideas and information between those developing and using health economic diabetes simulation models. It has run a diabetes computer simulation modelling conference bi-annually since 1999. A major focus point of the conferences is the comparisons of health economic diabetes models both in terms of their structure and performance.

In 2018, the Mt Hood Meeting was hosted by researchers of the ISE at the German Diabetes Center (DDZ)
Link: https://www.mthooddiabeteschallenge.com/conference

DFG Nachwuchsakademie Versorgungsforschung

4. DFG Nachwuchsakademie „Versorgungsforschung“ in Düsseldorf am Centre for Health and Society der Heinrich-Heine-Universität.

In 2017/18 fand die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft eingerichtete vierte Nachwuchsakademie „Versorgungsforschung“ im Deutschen Diabetes-Zentrum Düsseldorf statt. Ausrichtende der Nachwuchsakademie waren das Centre for Health and Society (chs) der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf in Kooperation mit dem Zentrum für Versorgungsforschung der Universität Köln (ZVFK), dem interdisziplinären Zentrum für Versorgungsforschung im Gesundheitswesen (IZVF) der Universität Witten/Herdecke, der Forschungsstelle für Gesundheitskommunikation und Versorgungsforschung der Universität Bonn und dem Institut für Versorgungsforschung und Klinische Epidemiologie der Universität Marburg (Rhein-Ruhr-Lahn-Schiene).

Ziel der Versorgungsforschung ist es, den Alltag der medizinischen Versorgung zu erforschen, Abläufe zu verbessern und dazu beizutragen, dass für alle Patientinnen und Patienten passende Angebote gemacht werden.

Herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler auf diesem Gebiet bekommen in der Akademie die Möglichkeit, innovative Projektideen und Forschungsvorhaben zu entwickeln.

EASD

EASD Study Group Health Services Research and Health Economics

Beim 55. Kongress der “European Association for the Study of Diabetes e.V.” (EASD) in Barcelona, fand das zweite Meeting der Study Group “Health Services Research and Health Economics” statt. Die Study Group wurde 2018 vom IVG unter der Leitung von Professor Dr. Dr. Icks initiiert und wird vom Team des IVG koordiniert.

Trotz der hohen Bedeutung für die Diabetesforschung gab es in der EASD bis 2018  keine Arbeitsgruppe, die sich mit Themen der Versorgungforschung oder der Gesundheitsökonomie beschäftigt. Ziel der Gruppe ist es, bestehende Forschungsaktivitäten zu bündeln, auszubauen und weiterzuentwickeln. Dabei geht es z.B. um patientenzentrierte Versorgung und im speziellen um Patientenpräferenzen in der Diabetesbehandlung. Ein weiteres zentrales Arbeitsfeld sind gesundheitsökonomische Modelle zu Komplikationen des Diabetes. Die EASD Study Group soll eine Austauschplattform für Kliniker, Wissenschaftler unterschiedlicher Fachgebiete (Gesundheitsökonomie, Versorgungsforschung, Epidemiologie) und zukünftig auch Patienten bilden.

PatientInnen- und BürgerInnenbeteiligung in der Forschung

Seit 2020 arbeiten wir gemeinsam mit PatientInnen und BürgerInnen als Co-Forschende daran, die PatientInnen- und BürgerInnenbeteiligung in unserer Forschung weiter auszubauen (partizipative Versorgungsforschung). Unter Berücksichtigung ihrer individuellen Ressourcen, Interessen und Fähigkeiten forschen sie gemeinsam mit uns in versorgungsrelevanten Forschungsprojekten. Zudem werden gemeinsame Forschungsvorhaben geplant. Unsere Aktivität umfasst (1) die PatientInnen- und BürgerInnenbeteiligung in Forschungsprojekten, sowie (2) die Etablierung von Strukturen für den Ausbau der PatientInnen- und BürgerInnenbeteiligung.

PatientInnen- und BürgerInnenbeteiligung in Forschungsprojekten

Die Patienten/-innenzentriertheit ist ein zentrales Kriterium, um zukünftig eine qualitativ hochwertige Versorgung zu ermöglichen. Durch die Einbeziehung von PatientInnen und BürgerInnen in Forschungsprojekte, soll sich die Forschung stärker am Alltag der Menschen, deren Lebenswelt beforscht werden soll, orientieren. Durch eine gemeinsame Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Perspektiven kann ein Lernprozess für alle Beteiligten entstehen. Zusätzlich involvieren wir PatientInnen und BürgerInnen regelmäßig bei der Entwicklung von Fragebögen.

Aktuelle Projekte:

(1) PatientInnen- und BürgerInnenbeteiligung im Projekt GestDiNa (Nachsorge bei Gestationsdiabetes)

(2) Erhebung von Informationsbedürfnissen bei Menschen mit Diabetes mellitus in unterschiedlichen Krankheitsphasen

Etablierung von Strukturen für den Ausbau der PatientInnen- und BürgerInnenbeteiligung

Die Gründung des BürgerInnenbeirates im September 2020 war ein weiterer wichtiger Schritt, künftig die PatientInnen- und BürgerInnenbeteiligung in der Forschung des IVG auszubauen und zu etablieren.

Der BürgerInnenbeirat erhält Einblick in die Forschungsvorhaben des IVG und berät das IVG, um die Meinungen, Wünsche, Sorgen, Ängste und Erwartungen der BürgerInnen in der Forschung stärker berücksichtigen zu können, um bestehende Forschungslücken besser zu identifizieren, um den Ausbau der partizipativen Forschung zu unterstützen und um das Verständnis und die Aufmerksamkeit für die Diabetesforschung in der Öffentlichkeit zu erhöhen.

Der BürgerInnenbeirat setzt sich aktuell aus vier Bürgerinnen und Bürgern mit verschiedenen persönlichen und/oder professionellen Bezügen zur Erkrankung Diabetes zusammen.

Mitglieder des BürgerInnenbeirates am IVG sind:

  • Evelyn Bruns, ehrenamtliche Leiterin der Selbsthilfegruppe Diabetes am DDZ, Düsseldorf und berufliche Mitarbeiterin des Centrums für integrierte Diabetesversorgung (CID), Köln
  • Nicola Irmer, Künstlerin, Düsseldorf
  • Christoph Rupprecht, Leiter Stabsbereich Politik – Gesundheitsökonomie, AOK Rheinland/Hamburg - Die Gesundheitskasse, Düsseldorf
  • Dr. Hartmut Wecker, Leiter Kommunikation, Kreis Waldeck/Frankenberg

Weitere Informationen finden Sie in unserer Pressemitteilung.

Interesse daran mit uns gemeinsam zu forschen? Melden Sie sich gerne!

Wir suchen kontinuierlich nach interessierten PatientInnen und BürgerInnen für kleinere und größere Vorhaben. Aus früheren Projekten wissen wir, dass beide Gruppen wichtige Ideen und Kompetenzen in Forschungsprojekten haben. Außerdem möchten wir, dass sie mitwirken, da die gesundheitliche Versorgung sie unmittelbar betrifft. Falls Sie Interesse haben, melden Sie sich gerne bei Sandra Borgmann (sandra.borgmann@ddz.de).

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