Manuela Neuenschwander mit dem Stephan-Weiland-Preis 2020 ausgezeichnet

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Für ihre Forschung über den Einfluss von Ernährung auf das Risiko von Typ-2-Diabetes wurde die Nachwuchswissenschaftlerin Manuela Neuenschwander von der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie mit dem 1. Platz des Stephan-Weiland-Preises 2020 ausgezeichnet.

Düsseldorf (DDZ) – Die Deutsche Gesellschaft für Epidemiologie (DGEpi) hat Manuela Neuenschwander mit dem 1. Platz des Stephan-Weiland Preises 2020 ausgezeichnet. Die Nachwuchswissenschaftlerin aus dem Institut für Biometrie und Epidemiologie am Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ) erhielt die Auszeichnung für ihre Forschung über den Einfluss von Ernährung auf das Risiko von Typ-2-Diabetes, welche unter dem Titel „Role of diet in type 2 diabetes incidence: umbrella review of meta-analyses of prospective observational studies“ im renommierten British Medical Journal (BMJ) veröffentlicht wurde.

In dieser systematischen Übersichtsarbeit konnte Frau Neuenschwander mit ihren Kolleginnen und Kollegen zeigen, dass die Ernährung bei der Prävention von Typ-2-Diabetes eine große Rolle spielt. Besonders ein hoher Verzehr von Vollkornprodukten, insbesondere Getreidefasern, sowie ein geringerer Konsum von zuckerhaltigen Getränken und rotem Fleisch, speziell verarbeitetem Fleisch, reduzieren das Risiko für Typ-2-Diabetes. Das Forscherteam stellte aber auch fest, dass für viele weitere Zusammenhänge noch Unsicherheit in der Aussagekraft der Ergebnisse besteht. Somit lieferte die Arbeit auch wichtige Erkenntnisse darüber, wo noch Forschungsbedarf besteht.

„Die gewonnenen Erkenntnisse aus dem Paper unterstützen die Entwicklung evidenz-basierter Ernährungsleitlinien zur Diabetesprävention. Frau Neuenschwander hat durch ihren Einsatz maßgeblich zu diesen Erkenntnissen und der hohen Qualität der Publikation beigetragen“, erklärt Dr. Sabrina Schlesinger, Leiterin der Nachwuchsforschergruppe Systematische Reviews am Institut für Biometrie und Epidemiologie des DDZ. Der mit 1.000 Euro dotierte erste Stephan-Weiland-Preis wird jährlich von der DGEpi für hervorragende Publikationen an den Nachwuchs in der Epidemiologie vergeben. „Das war nicht nur eine exzellente Forschungsleistung aus dem DDZ, sondern bedeutet auch einen wichtigen Schritt in Richtung der Präzisionsmedizin im Sinne gezielter Lebensstiländerung zur Vorbeugung des Typ-2 Diabetes“, freut sich Prof. Dr. Michael Roden, Wissenschaftlicher Direktor und Vorstand des DDZ.

Zur Person:
Nach dem Abschluss des Bachelor of Science in „Ernährung und Diätetik“ an der Berner Fachhochschule Gesundheit in der Schweiz, absolvierte Manuela Neuenschwander den Masterstudiengang „Humanernährung“ an der Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn. Seit 2017 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin in der Nachwuchsforschergruppe Systematische Reviews am Institut für Biometrie und Epidemiologie des DDZ tätig. Im Rahmen ihrer Forschungsarbeit beschäftigt sie sich mit der systematischen Zusammenfassung der aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Einfluss der Ernährung auf die Prävention und Behandlung von Typ-2-Diabetes und evaluiert deren Aussagekraft.

Originalpublikation:
Neuenschwander M, Ballon A, Weber KS, Norat T, Aune D, Schwingshackl L & Schlesinger S, 2019. Role of diet in type 2 diabetes incidence: umbrella review of meta-analyses of prospective observational studies. BMJ. https://doi.org/10.1136/bmj.l2368


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