Förderung durch die DFG: Neues Projekt erforscht Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen

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Der Zusammenhang von Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann in Düsseldorf künftig noch intensiver als bisher erforscht werden: Wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bekannt gab, fördert sie künftig den standortübergreifenden Sonderforschungsbereich 1774 „CARDIO-DIABETES-CROSSTALK“. Am Projekt beteiligt sind das Deutsche Diabetes-Zentrum (DDZ), die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU), das Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) und Partner in München, Münster und Tübingen.

„Der Sonderforschungsbereich eröffnet uns neue Möglichkeiten, das kardio-metabolische Krankheitsspektrum systematisch zu erforschen. Unser Ziel ist es, neue Untersuchungsmethoden zur Früherkennung zu entwickeln und im klinischen Alltag zu etablieren – um nicht nur die Versorgung von Menschen mit Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verbessern, sondern deren Entstehung sogar zu verhindern”, betont Professor Michael Roden, wissenschaftlicher Geschäftsführer und Sprecher des Vorstands des DDZ sowie Direktor der Klinik für Endokrinologie und Diabetologie am Universitätsklinikum Düsseldorf.

In Deutschland leben rund 9,5 Millionen Menschen mit Diabetes, Prävalenz steigend. Häufig geht Diabetes mit Begleiterkrankungen einher. So ist etwa das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Menschen mit Typ-2-Diabetes deutlich erhöht. Wie genau dieser Zusammenhang entsteht, wird der neue Sonderforschungsbereich „CARDIO-DIABETES-CROSSTALK“ untersuchen. Im Fokus stehen dabei die Ursachen und biologischen Prozesse beider Erkrankungen. Ziel ist es, die zentralen molekularen Faktoren und das Zusammenspiel von Zellen zu identifizieren, die erklären können, wie sich Störungen im Energiestoffwechsel entwickeln und Entzündungen entstehen. Dafür legt der Sonderforschungsbereich sowohl einen Schwerpunkt auf die Erforschung der molekularen Vorgänge in den betroffenen Organen, als auch auf die Effekte, die eine Störung des Energiestoffwechsels auf das Herz-Kreislauf-System hat.

Der Sonderforschungsbereich profitiert von der hervorragenden Infrastruktur an der HHU auf dem Campus des UKD – insbesondere durch die räumliche Nähe zum Forschungsgebäude CARDDIAB (“Translational science building for CARDiovascular reseach in DIABetes“), das aktuell gebaut wird. Hier werden künftig präklinische und klinische Forschung zu Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen gebündelt, neue Konzepte für den Erhalt der Gesundheit der Bevölkerung erstellt und maßgeschneiderter Therapien entwickelt.

Neue Ansätze für Früherkennung und gezielte Prävention

Die Rolle des Co-Sprechers übernimmt Prof. Robert Wagner, Leiter der Arbeitsgruppe Klinisches Studienzentrum am DDZ und Oberarzt an der Klinik für Endokrinologie und Diabetologie am UKD: „Mit der Förderung der DFG können wir Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen stärker als gemeinsames Krankheitskontinuum untersuchen. Wir möchten die präzise Charakterisierung von Menschen mit Diabetes und molekulare Analysen eng miteinander verbinden. So wollen wir besser verstehen, warum bestimmte Menschen mit Diabetes oder einer Vorstufe des Diabetes früh kardiovaskuläre Komplikationen entwickeln – und daraus neue Ansätze für Früherkennung und gezielte Prävention ableiten.“ Sprecherin von CARDDIAB ist Prof. Maria Grandoch, Leiterin des Instituts für Translationale Pharmakologie an der HHU.

Am Standort Düsseldorf sind unter anderem außerdem Prof. Malte Kelm (Klinik für Kardiologie, Pneumologie und Angiologie am UKD), Prof. Tobias Marschall (Institut für Medizinische Biometrie und Bioinformatik an der HHU, Zentrum für Digitale Medizin an der HHU), PD Dr. Mareike Cramer (Klinik für Kardiologie, Pneumologie und Angiologie am UKD), PD Dr. Oana-Patricia Zaharia (DDZ, Klinik für Endokrinologie und Diabetologie am UKD) und Prof. Eckhart Lammert (DDZ, Institut für Stoffwechselphysiologie an der HHU) beteiligt.

Bei der DFG wurde für das Projekt ein Fördervolumen von mehr als elf Millionen Euro über eine Laufzeit von knapp vier Jahren beantragt.


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