Fünf Auszeichnungen für DDZ-Forschende bei der DDG-Frühjahrstagung

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Beim Jahreskongress der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) im Mai 2026 wurden fünf Forschende des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ) mit renommierten Preisen ausgezeichnet. Die Ehrungen würdigen herausragende wissenschaftliche Leistungen in der Grundlagenforschung, klinischen Diabetologie und Wissenschaftskommunikation.

„Die fünf Auszeichnungen spiegeln die wissenschaftliche Breite und Stärke des DDZ wider – von der Grundlagenforschung über die klinische Präzisionsdiabetologie bis hin zur Wissenschaftskommunikation. Unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschafler gewinnen nicht nur neue Erkenntnisse zur Entstehung und Behandlung von Diabetes, sondern tragen diese auch konsequent in die klinische Praxis und in die Gesellschaft. Genau das ist der Anspruch des DDZ”, betont Prof. Michael Roden, Wissenschaftlicher Geschäftsführer und Sprecher des Vorstands des DDZ sowie Direktor der Klinik für Endokrinologie und Diabetologie am Universitätsklinikum Düsseldorf.

Ernst-Friedrich-Pfeiffer-Preis der DDG für Dr. med. habil. Oana-Patricia Zaharia

Die Ärztin und Wissenschaftlerin Dr. med. habil. Oana-Patricia Zaharia wurde mit dem Ernst-Friedrich-Pfeiffer-Preis 2026 der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) ausgezeichnet. Der Preis würdigt ihre wissenschaftlichen Arbeiten zur besseren Charakterisierung individueller Stoffwechselprofile und zur Entwicklung personalisierter Präventions- und Therapieansätze bei Diabetes. Zaharia forscht am Institut für Klinische Diabetologie am DDZ und ist Funktionsoberärztin an der Klinik für Endokrinologie und Diabetologie am Universitätsklinikum Düsseldorf. Der Ernst-Friedrich-Pfeiffer-Preis ehrt wegweisende wissenschaftliche Arbeiten jüngerer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zur Entstehung und Behandlung von Diabetes.

Promotionspreis der DDG für Dr. Tim Mori

Dr. Tim Mori, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Biometrie und Epidemiologie am DDZ, erhielt einen Promotionspreis der DDG für seine Dissertation „Diabetes-Subtypen für die Präzisionsmedizin – von der praktischen Umsetzung zu methodischen Herausforderungen“. Im Rahmen seiner Promotion entwickelte er das DDZ Diabetes-Cluster-Tool, die erste benutzerfreundliche Softwareanwendung zur Einteilung von Diabetes in klinisch relevante Subtypen für den klinischen Alltag. Darüber hinaus schlug er ein etabliertes statistisches Maß vor, das die Zuverlässigkeit der Einteilung in die Subtypen verbessert.

DZD Outstanding Young Investigator Award für Dr. Martin Schön

Dr. Martin Schön, Studienarzt am Institut für Klinische Diabetologie am DDZ und Assistenzarzt an der Klinik für Endokrinologie und Diabetologie am UKD, wurde mit dem Outstanding Young Investigator Award des DZD ausgezeichnet. Er untersucht die Rolle von HbA1c bei der Diabetes-Subtypisierung: Da der Langzeitblutglukosewert stark durch Behandlung und Krankheitsdauer beeinflusst wird, spiegelt er vor allem das aktuelle Niveau der Blutglukosekontrolle wider – und weniger den zugrundeliegenden Krankheitsmechanismus. Seine Ergebnisse zeigen, dass der Ausschluss von HbA1c aus dem Clustering-Algorithmus die Erkennung des insulinmangeldefizitären Subtyps (SIDD) verbessert und die Vorhersage des Verlusts der körpereigenen Insulinproduktion sowie diabetischer Retinopathie schärft – während HbA1c für das Diabetesmanagement unverzichtbar bleibt.

DZD Outstanding Young Investigator Award für Sebastian Sill

Ebenfalls mit dem DZD Outstanding Young Investigator Award ausgezeichnet wurde Sebastian Sill, Promovierender am Institut für Klinische Biochemie und Pathobiochemie am DDZ. Sill erforscht die Rolle von Magnesium und Thiamin bei der Entstehung der diabetischen Neuropathie: Ein kombinierter Mangel beider Biofaktoren verstärkt die Nervenschädigung, während eine Ergänzung über den Normalbedarf hinaus eine bestehende Neuropathie nicht messbar verbessert. Weitere Forschung muss klären, wer tatsächlich von einer gezielten Mangelkorrektur profitieren könnte und ob frühere Maßnahmen wirksamer wären.

DZD NEXT Science Communicator Award für Maximilian Huttasch

Maximilian Huttasch, Studienarzt am Institut für Klinische Diabetologie am DDZ, wurde mit dem DZD NEXT Science Communicator Award für sein Engagement gegen medizinische Fehlinformationen in den sozialen Medien ausgezeichnet. Seit Herbst 2024 veröffentlicht er auf Instagram, Tiktok und Co. evidenzbasierte Videos und Beiträge, die medizinische Zusammenhänge verständlich erklären und Mythen entkräften – schwerpunktmäßig zu den Themen Stoffwechsel, Adipositas und Diabetes. Innerhalb von gut einem Jahr wuchs seine Followerzahl auf mehr als 250.000 im deutschsprachigen Raum. Beim DDG-Kongress im Mai organisierte er gemeinsam mit anderen evidenzbasierten Content Creatoren eine eigene Sitzung zum Thema medizinische Fehlinformationen im Netz.


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