Neues aus der Diabetesforschung: Ministerin Pfeiffer-Poensgen trifft Experten am Deutschen Diabetes-Zentrum

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Ministerin Pfeiffer-Poensgen trifft Experten am Deutschen Diabetes-Zentrum. Auf dem Bild ist sie gemeinsam mit dem DDZ-Vorstand, Prof. Michael Roden und Andreas Fidelak zu sehen
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„Das Deutsche Diabetes-Zentrum gehört zu den wichtigsten Zentren der Gesundheitsforschung in Nordrhein-Westfalen und in Deutschland. Die Forschungsergebnisse des DDZ werden weltweit publiziert und wahrgenommen, etwa die Deutsche Diabetes-Studie, dank der sich neue Diabetes-Untergruppen nachweisen lassen und die so einen neuen Ansatz der Diabetesbehandlung ermöglicht”, sagte Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen bei ihrem Besuch. Auch digitale Projekte wie der Wegweiser Diabetes auf regionaler und der diabetesinformationsdienst.de auf bundesweiter Ebene seien angesichts einer wachsenden Zahl von Erkrankten – 12 Millionen Menschen mit Diabetes werden für das Jahr 2040 prognostiziert – wichtige Angebote, um die betroffenen Personen und ihre Familien zu informieren, so die Ministerin weiter.

Prof. Roden, Vorstand DDZ, und NRW Kultur- und Wissenschaftsministerin, Isabel Pfeiffer-Poensgen im Gespräch über Typ-1- oder Typ-2-Diabetes? Ganz so einfach ist es nicht. – Aktuelle Studien geben Anlass für eine neue Betrachtung der bekannten Diabetes-Klassifizierung in Hinblick auf unterschiedlich hohe Risiken für diabetes-bedingte Komplikationen.
Prof. Roden, Vorstand DDZ, und NRW Kultur- und Wissenschaftsministerin, Isabel Pfeiffer-Poensgen im Gespräch über Typ-1- oder Typ-2-Diabetes? Ganz so einfach ist es nicht. – Aktuelle Studien geben Anlass für eine neue Betrachtung der bekannten Diabetes-Klassifizierung in Hinblick auf unterschiedlich hohe Risiken für diabetes-bedingte Komplikationen.

Prof. Michael Roden, Wissenschaftlicher Geschäftsführer, Vorstand des DDZ und Direktor der Klinik für Endokrinologie und Diabetologie am Universitätsklinikum Düsseldorf, demonstrierte der Ministerin u.a., wie man den Leberstoffwechsel von Menschen mit einer nichtinvasiven Technologie, d. h. durch eine Magnetresonanzspektroskopie, überprüft. Diese erlaubt es, die Kohlenhydrat- und Fettspeicherung sowie den Energiestoffwechsel der Mitochondrien (Kraftwerke der Zelle) beim Menschen direkt zu verfolgen. Denn Studien aus dem DDZ zeigen, dass schon eine einzige fettreiche Mahlzeit den Weg zu Fettleber- und Diabetes-Erkrankungen bereitet. Allein in Deutschland sind rund 18 Millionen Menschen von einer nichtalkoholischen Fettlebererkrankung betroffen. Damit erhöht sich für diese Menschen u.a. auch das Risiko für Typ-2-Diabetes und Herzinfarkt.

Welchen Einfluss hat Bewegung auf den Verlauf eines Diabetes? - Das erfuhr NRW Kultur- und Wissenschaftsministerin, Isabel Pfeiffer-Poensgen, bei Sportwissenschaftler, Dr. Dominik Pesta.
Welchen Einfluss hat Bewegung auf den Verlauf eines Diabetes? – Das erfuhr NRW Kultur- und Wissenschaftsministerin, Isabel Pfeiffer-Poensgen, bei Sportwissenschaftler, Dr. Dominik Pesta.

Verminderte Reizwahrnehmung, Kribbeln in den Füßen und neuropathische Schmerzen sind bei Diabetes typische Symptome für eine Nervenschädigung (Neuropathie). Häufig werden diese Störungen erst spät diagnostiziert. Die Früherkennung ist daher eine wichtige Voraussetzung, um das Fortschreiten der Nervenschädigung aufzuhalten und schwerwiegende Komplikationen wie das diabetische Fußsyndrom zu vermeiden. Von den neuesten Untersuchungsmethoden, die nur wenige Zentren neben dem DDZ weltweit beherrschen, machte sich die Ministerin in den Räumen der Arbeitsgruppe Neuropathie ein Bild. „Besonders der Verlauf von Begleiterkrankungen und Spätfolgen bildet einen Schwerpunkt unserer Diabetesforschung”, betonte Prof. Roden. „Mit innovativen Ansätzen in Form von digitalen Produkten wollen wir den Betroffenen Lösungen anbieten, um neue Therapien zu ermöglichen”.

Rund 20 Prozent der Betroffenen entwickleln in den ersten Jahren nach der Diagnose eine Neuropathie. Diese Nervenschädigungen lassen sich mit verschiedenen Methoden bestimmen, erklärte Prof. Ziegler, Leiter der Arbeitsgruppe Neuropathie.
Rund 20 Prozent der Betroffenen entwickleln in den ersten Jahren nach der Diagnose eine Neuropathie. Diese Nervenschädigungen lassen sich mit verschiedenen Methoden bestimmen, erklärte Prof. Ziegler, Leiter der Arbeitsgruppe Neuropathie.

Weitere Themen des Besuchs der Ministerin waren die Diabetes-Prävention durch sportliche Aktivität sowie die aktuelle NAKO-Gesundheitsstudie, bei der das DDZ beteiligt ist. Die Studie widmet sich der Frage, warum manche Menschen an Diabetes erkranken und andere nicht.

Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft (MKW) fördert das DDZ gemeinsam mit dem Bundesgesundheitsministerium. Im Rahmen des vom MKW geförderten Regionalen Innovationsnetzwerkes (RIN) Diabetes wurden in den vergangenen fünf Jahren erfolgreich Strukturen für eine verbesserte Diabetesprävention und Versorgung von Menschen mit Diabetes im Raum Düsseldorf geschaffen. Zudem wurde erst im Juni mit Mitteln des Landes NRW und der EU in Höhe von 3,5 Millionen Euro das neue interdisziplinäre Kompetenzzentrum für Innovative Diabetes Therapie (KomIT) eröffnet. Ziel des vom DDZ koordinierten Zentrums ist die effiziente Translation innovativer Forschungsergebnisse in die klinische Anwendung zur Verbesserung des Diabetesmanagements von Patienten.

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.rin-diabetes.de
www.diabetesinformationsdienst.de
www.duesseldorfer-diabetestag.de
www.deutsche-diabetes-studie.de


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