Verleihung des Hans Adolf Krebs-Preises an Frau Dr. med. Yanislava Karusheva

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Zum 13. Mal wurde der Hans Adolf Krebs-Preis von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. verliehen. Preisträgerin ist in diesem Jahr Frau Dr. med. Yanislava Karusheva für ihre Arbeit über den Einfluss verzweigtkettiger Aminosäuren auf den Glukosestoffwechsel im Typ-2-Diabetes.

Düsseldorf (DDZ) – Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung vergibt seit 1981 alle vier Jahre den Hans Adolf Krebs-Preis für innovative, qualitative wissenschaftliche Arbeiten in der Ernährungsforschung. Die ausgezeichneten Arbeiten beschäftigen sich mit Fragestellungen zur Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaft, sowie deren ernährungsphysiologischen Bedeutung und zeigen originelle Methoden hinsichtlich des Ansatzes und des Studiendesigns. Der mit 5.000 Euro dotierte Hans Adolf Krebs-Preis wurde dieses Jahr an Frau Dr. med. Yanislava Karusheva aus dem Institut für Klinische Diabetologie des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ) für ihre klinisch-experimentelle Arbeit zum Thema „Short-term dietary reduction of branched-chain amino acids reduces meal-induced insulin secretion and modifies microbiome composition in type 2 diabetes: a randomized controlled crossover trial“ verliehen. „Diese Auszeichnung ist nicht nur eine Anerkennung der Relevanz dieses Projektes, sondern im Besonderen auch der Förderung unserer Nachwuchskräfte“, erklärt Prof. Michael Roden, Wissenschaftlicher Direktor und Vorstand des DDZ. „Die vorliegenden Untersuchungen von Dr. Karusheva helfen, die Wirkung von bestimmten Nahrungsmitteln besser zu verstehen und können in Zukunft als Grundlage für neue Studien zu Lebensstilveränderungen als Ansatz für eine präzisere Diabetesbehandlung dienen.“

Im Rahmen ihrer ausgezeichneten Arbeit untersuchte Dr. Karusheva klinisch-experimentell den Einfluss verzweigtkettiger Aminosäuren auf den Glukosestoffwechsel im Typ-2-Diabetes. Das Ziel war es, den Effekt einer vierwöchigen diätetischen Intervention (Veränderung der Einnahme an verzweigtkettigen Aminosäuren) auf die Insulinsensitivität und Insulinsekretion – unter Berücksichtigung der Zusammensetzung des Darmmikrobioms – bei Menschen mit Typ-2-Diabetes aufzuklären. Dabei beschrieb sie, wie die Reduktion der verzweigtkettigen Aminosäuren in der Nahrung zwar die Insulinwirkung erhöht, aber Insulinfreisetzung nach der Mahlzeit senkt. Desweitern verbesserte sich nach nur sieben Tagen im Fettgewebe die Funktion der Mitochondrien, der Kraftwerke der Fettzellen.

Die Studie war zuvor bereits mit einer Projektförderung der Deutschen Diabetes Gesellschaft im Jahr 2018 ausgezeichnet worden und ist im American Journal of Clinical Nutrition erschienen. Die Preisverleihung fand digital im Rahmen des 58. Wissenschaftlichen DGE-Kongresses am 17. Februar 2021 statt. Nach einleitenden Worten durch den Vizepräsidenten der DGE, Prof. Bernhard Watzl, bedankte sich Dr. Karusheva in ihrer Rede für die jahrelange Unterstützung durch ihr Team und präsentierte die wesentlichen Ergebnisse ihrer Arbeit.

Originalpublikation:

Karusheva Y, Koessler T, Strassburger K, Markgraf D, Mastrototaro L, Jelenik T, Simon MC, Pesta D, Zaharia OP, Bódis K, Bärenz F, Schmoll D, Wolkersdorfer M, Tura A, Pacini G, Burkart V, Müssig K, Szendroedi J, Roden M. Short-term dietary reduction of branched-chain amino acids reduces meal-induced insulin secretion and modifies microbiome composition in type 2 diabetes: a randomized controlled crossover trial. Am J Clin Nutr. 2019;110(5):1098-1107. doi: 10.1093/ajcn/nqz191.


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