Dr. Tim Mori, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Biometrie und Epidemiologie am Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ), ist mit dem Förderpreis der Dr. Eickelberg-Stiftung 2026 ausgezeichnet worden. Gemeinsam mit einem Team aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern arbeitet er an statistischen Methoden für die Präzisionsdiabetologie. Gleichzeitig wurde die Projektförderung 2026 der Dr. Eickelberg-Stiftung an die drei DDZ-Wissenschaftlerinnen Dr. Julia Steinhausen, Katharina Kaiser und Alexandra Zepina für ihr Forschungsprojekt zu den genetischen Ursachen von Funktionsstörungen der insulinproduzierenden Betazellen vergeben.
Die Einteilung von Menschen mit Typ-2-Diabetes in Subtypen ist in der Forschung etabliert und wird zunehmend in der klinischen Praxis angewendet. Bislang fehlte jedoch ein Maß, um zu bewerten, wie eindeutig eine Person einem Subtyp zugeordnet werden kann. Das Team um Dr. Tim Mori schlug hierfür ein etabliertes statistisches Maß vor, die sogenannte Normalisierte Relative Entropie. Anhand von Daten aus der vom DDZ initiierten Deutschen Diabetes-Studie konnte das Forschungsteam zeigen, dass sich das Risiko für kardiovaskuläre Folgeerkrankungen deutlich besser vorhersagen lässt, wenn die Sicherheit der Subtypenzuordnung in der Analyse berücksichtigt wird. Die Arbeit wurde in der Fachzeitschrift Diabetologia veröffentlicht.
Projektförderung für Forschung zu Funktionsstörungen der Betazellen
Gleichzeitig mit dem mit 1.500 Euro dotierten Förderpreis wurde zudem die mit 3.500 Euro dotierte Projektförderung der Dr. Eickelberg-Stiftung an die drei DDZ-Wissenschaftlerinnen Dr. Julia Steinhausen (Institut für Klinische Biochemie und Pathobiochemie), Katharina Kaiser (Institut für Klinische Biochemie und Pathobiochemie) und Alexandra Zepina (Institut für Klinische Diabetologie) vergeben. Ihr Projekt untersucht genetische Ursachen von Funktionsstörungen der insulinproduzierenden Betazellen bei Typ-2-Diabetes. Im Zentrum steht dabei ein Gen, das eine zentrale Rolle für die Entstehung einer insulinmangelbedingten Form von Diabetes spielen könnte.
„Seit vielen Jahren unterstützt die Dr. Eickelberg-Stiftung in einem kompetitiven Begutachtungsverfahren ausgewählte DDZ-Forschende; einerseits mit einem Förderpreis für abgeschlossene Arbeiten, andererseits mit einer Projektförderung zur Umsetzung neuer Ideen. Das ist eine wertvolle Anerkennung und Motivation für ihren wissenschaftlichen Weg“, betont Professor Michael Roden, wissenschaftlicher Geschäftsführer und Sprecher des Vorstands des DDZ sowie Direktor der Klinik für Endokrinologie und Diabetologie am Universitätsklinikum Düsseldorf.
Förderung von Diabetesforschung seit 2011
Die Dr. Eickelberg-Stiftung mit Sitz in Düsseldorf wurde 2011 gegründet. Die Stiftung geht auf Dr. Gisela Eickelberg zurück – eine engagierte Frauenrechtlerin, Städteplanerin und Künstlerin, die mit Diabetes lebte. Nach ihrem Tod ging ihr Vermögen in die Stiftung über, die insbesondere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des DDZ bei der Erforschung von Diabetes unterstützt. Der Förderpreis und die Projektförderung der Dr. Eickelberg-Stiftung wurden 2026 zum 13. Mal verliehen.
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